Die Diagnose „chronische Hepatitis“ ist kein Todesurteil, sondern ein neuer Ausgangspunkt. Das Leben mit dem Virus erfordert eine gewisse Disziplin, aber es kann dennoch ein erfülltes, langes und aktives Leben sein.
Wir haben wichtige Leitlinien zusammengestellt, die Ihnen helfen, Ihren Alltag anzupassen und Ihre Lebergesundheit über viele Jahre hinweg zu erhalten.
Das Wichtigste ist jetzt, die Emotionen in den Griff zu bekommen und systematisch vorzugehen. Ihre Strategie basiert auf drei „Säulen“:
Eine chronische Infektion macht die Leber anfällig, daher ist es Ihre Aufgabe, die Belastung dieses Organs so weit wie möglich zu reduzieren und die allgemeine Konstitution des Körpers zu stärken.

Vollständiger Verzicht auf Alkohol. Selbst geringste Mengen Alkohol beschleunigen die Zerstörung der Leberzellen (Fibrose) und beeinträchtigen die Wirkung von Medikamenten.
Ausgewogene Ernährung. Entscheiden Sie sich für den „gesunden Teller“: weniger Transfette und zugesetzten Zucker, mehr Ballaststoffe, Gemüse und Vollkornprodukte.


Körperliche Aktivität. Regelmäßige Bewegung hilft, einer Steatose (Fettleber) vorzubeugen, die häufig mit Virushepatitis einhergeht.
Ausreichende Erholung und Schlaf. Die Leber regeneriert sich am aktivsten während des Schlafs. Außerdem ist chronische Müdigkeit ein häufiges Symptom von Hepatitis, daher ist es wichtig, sich an folgende Regeln zu halten:


Vermeiden Sie Selbstmedikation. Viele gängige Medikamente (z. B. Paracetamol in hohen Dosen) sind lebertoxisch. Konsultieren Sie immer Ihren Arzt, bevor Sie neue Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel einnehmen.
Psychische Gesundheit und die Kraft der Gemeinschaft
Mit einer chronischen Erkrankung zu leben, ist psychisch nicht einfach. Denken Sie daran:
Sie sind nicht allein. Heute führen Millionen Menschen weltweit ein erfülltes Leben mit Hepatitis: Sie arbeiten, gründen Familien und reisen.
Die Kraft und Erfahrung der Gemeinschaft. Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die bereits erfolgreiche Erfahrungen mit dem Leben und der Genesung gemacht haben. Wir wissen, wie es ist, die Diagnose zu hören, und wir wissen, wie man die Angst besiegt. Zögern Sie nicht, sich an unsere Berater, Selbsthilfegruppen oder einen Psychologen zu wenden, um Unterstützung zu erhalten.
Wir helfen Ihnen, sich schneller an die neuen Regeln anzupassen, geben Ihnen bewährte Tipps und unterstützen Sie auf jedem Schritt Ihres Weges zur Genesung.


Die Unterstützung Ihrer Angehörigen ist Ihre verlässliche Rückendeckung. Versuchen Sie nicht, die Last der Diagnose alleine zu tragen. Ein offenes Gespräch mit Ihren Angehörigen hilft, Spannungen abzubauen und den Alltag ohne unnötige Ängste zu gestalten. Wenn Ihre Angehörigen wissen, wie genau sich das Virus überträgt und wie es sich NICHT überträgt, werden sie zu Ihrer wichtigsten Stütze und helfen Ihnen dabei, einen gesunden Lebensstil beizubehalten.


Wichtig zu wissen: Hepatitis wird nicht durch Umarmungen, Küsse, gemeinsames Geschirr oder Stillen übertragen (sofern keine offenen Wunden oder Blutungen an den Brustwarzen vorliegen).

