In dieser Ausgabe berichten wir über inspirierende Erfolgsgeschichten einiger Teilnehmer des STEP-UP-Programms aus den Jahren 2018/2019. Wir haben uns an die Absolventen dieses Jahres gewandt und mit ihnen über die Erfolge gesprochen, die sie erzielen konnten, sowie über die Herausforderungen, denen sie bei der Arbeit an ihren Projekten nach Abschluss des Programms begegnet sind. Tanya, Luka, Akmal, Robbie, Alexandra, Mario und Yuriy – vielen Dank, dass ihr eure Geschichten mit uns geteilt habt!
STEP-UP ist eine Bildungsinitiative für Aktivisten der PLHIV-Gemeinschaft in Europa und Zentralasien. Diese Initiative wurde 2013 von der European AIDS Treatment Group (EATG) ins Leben gerufen. Seitdem haben Hunderte von Teilnehmern aus der WHO-Region Europa an der STEP-UP-Schulung teilgenommen.
STEP-UP ist ein Projekt, das darauf abzielt, die Möglichkeiten einer neuen Generation von Aktivisten zu erweitern und sie stärker in die Belange der Gemeinschaft auf lokaler und nationaler Ebene einzubinden. Im Rahmen der Schulung werden Schlüsselthemen wie HIV-Behandlung, Präventionsmaßnahmen und -strategien, Sensibilisierung, Lebensqualität von Menschen, die mit HIV leben, sowie Interessenvertretung und Rechtsschutz behandelt.
Durch das Absolvieren jedes Schulungsmoduls erwerben die Programmteilnehmer Kenntnisse und Fähigkeiten in den Bereichen Wissenschaft und Aktivismus. Die Trainer und Referenten des Programms sind selbst Aktivisten, wodurch sie ihre persönlichen Erfahrungen und ihr Fachwissen weitergeben können.
Darüber hinaus ist STEP-UP eine hervorragende Plattform für das Networking, auf der sich Aktivisten aus verschiedenen Ländern der WHO-Region Europa kennenlernen, zusammenarbeiten und voneinander lernen können.
Ein wichtiger Aspekt, der das Lernen und Networking im Rahmen der STEP-UP-Akademie erfolgreich macht, ist die Tatsache, dass die Schulungen sowohl auf Englisch als auch auf Russisch stattfinden.

In der Ukraine belief sich die geschätzte Zahl der Menschen, die mit Hepatitis C leben, im Jahr 2019 laut offiziellen Angaben auf 1,5 Millionen, mit Hepatitis B auf 600.000. Davon wissen nur 82.000 Hepatitis-C-Patienten von ihrer Diagnose. Revolutionäre Veränderungen bei den Behandlungsstandards für virale Hepatitis B und C, der staatliche Einkauf von direkt wirkenden Medikamenten zur Behandlung von Hepatitis C sowie neue Medikamente zur Behandlung von HIV-Infektionen haben vielen Patienten in der Ukraine Hoffnung gegeben.
Eines der Hauptprobleme im Kampf gegen die Hepatitis-Epidemie ist der akute Mangel an Literatur in ukrainischer Sprache für medizinisches und soziales Fachpersonal sowie für Patienten.
Die Teilnahme an der STEP-UP-Akademie 2018/19 vermittelte Yuriy das notwendige Wissen und formte seine Fähigkeiten im Bereich der Interessenvertretung. Eine besondere Rolle spielten seiner Meinung nach die von Lisa Power und Julian Hows geleiteten Kurse zu Kommunikation und Zusammenarbeit mit Partnern.
Dies ermöglichte es Yuriy Voynalovych, ein Projekt zu entwickeln und im Rahmen des CoPE-Projekts eine Finanzierung von der EATG zu erhalten. Das Ziel von Jurijs Projekt ist es, medizinischen Fachkräften verschiedener Fachrichtungen sowie Sozialarbeitern – Beratern von Vertretern wichtiger Zielgruppen – Zugang zu Fachliteratur zu den Themen Prävention, Diagnose, Behandlung und Überwachung von Virushepatitis B und C zu ermöglichen. Besonderes Augenmerk wird in dem Dokument auf die Hilfe bei einer kombinierten Erkrankung mit Virushepatitis, Tuberkulose und HIV gelegt. Für die Ukraine ist die Broschüre einzigartig; sie enthält aktuelle Standards für Diagnose und Behandlung sowie die einzigartigen Erfahrungen einer zivilgesellschaftlichen Organisation bei der Bereitstellung medizinisch-sozialer Dienstleistungen für Patienten mit Hepatitis B, C und Koinfektionen unter Einsatz von Online-Beratungsmethoden, was insbesondere unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie notwendig ist.
Es wurde ein Plan zur Verbreitung der Publikation entwickelt. Um eine maximale Reichweite der Zielgruppe zu gewährleisten, wurde das Dokument auf der Website der Organisation veröffentlicht und anschließend über soziale Netzwerke verbreitet.
Darüber hinaus wurden 3000 Exemplare an nationale Nichtregierungsorganisationen übergeben, die Schlüsselgemeinschaften unterstützen (die gemeinnützige Organisation „Netzwerk 100 % Leben“, die „Vereinigung professioneller Seelsorger der Ukraine“, die „Vereinigung christlicher Rehabilitationszentren für Menschen mit Suchterkrankungen“, „Nationale Hotline für Virushepatitis“).
Dank der Veröffentlichung der Broschüre auf der Website der gemeinnützigen Organisation BCD und der Verbreitung über die Facebook-Seite mittels gezielter Werbung wurde eine Reichweite von bis zu 100.000 Lesern pro Monat erreicht. Der Originaltext der Veröffentlichung auf der Website der EATG

