Wenn Sie zum ersten Mal erfahren, dass Sie an Hepatitis erkrankt sind, gehören folgende Fragen sicherlich zu den ersten, die Ihnen in den Sinn kommen: Wie und wo habe ich mich angesteckt? Wie soll ich nun leben und mich gegenüber meinen Angehörigen verhalten, um sie nicht anzustecken? Versuchen wir, das zu klären. Wir klären, wie ansteckend Hepatitis ist, wie Sie sich angesteckt haben könnten und wie gefährlich Sie für Ihre Mitmenschen sind.
Das Hepatitis-B-Virus ist sehr ansteckend. Das liegt an der enormen Menge an Hepatitis-B-Viruspartikeln, die in 1 ml Blut enthalten sind. Außerdem kann das Hepatitis-B-Virus mehrere Tage lang auf Oberflächen (z. B. auf Gegenständen des persönlichen Gebrauchs) überleben.
Das Hepatitis-B-Virus befindet sich im Blut und in den Körperflüssigkeiten einer erkrankten Person. Eine Ansteckung erfolgt, wenn deren Blut, Speichel, Sperma oder Vaginalsekret in die Blutbahn oder auf verletzte Haut und Schleimhäute einer anderen Person gelangt.
Zu den Umständen, unter denen dies geschieht:
Es sind Fälle von Hepatitis-B-Infektionen beim Schnupfen von Kokain über die Nase beschrieben worden. Die Blutgefäße der Nasenschleimhaut werden beim Schnupfen der Droge geschädigt, was besonders bei chronischem Konsum auftritt; daher ist auch dieser Übertragungsweg möglich.
Das Hepatitis-B-Virus kann in der Muttermilch einer stillenden Mutter vorkommen, jedoch verhindern die Verdauungssäfte und Enzyme des Kindes eine Ansteckung. Zudem ist das Kind bereits geimpft. Somit kann eine Frau, die an Hepatitis B leidet, ihr geimpftes Kind stillen.

